Die Chemnitzer Geschichte

um 1136

Stiftung des Benediktinerklosters St. Marien durch Kaiser Lothar III.

1143

Verleihung des Marktrechtes für das Kloster durch König Konrad III.

um 1170

Vermutliche Gründung von Chemnitz als Reichsstadt

um 1200

Bau des Roten Turmes als Teil einer burgähnlichen Anlage und Wohnsitz des Reichsministerialen.

um 1200/1216

Vermutliche Neugründung der Stadt im Auebereich des Flusses "Chemnitz"

1264

Urkundliche Erwähnung der Stadtmauer, deren Bau vermutlich im 1. Drittel des 13. Jahrhunderts vollendet war.

1290/1291

Urkundliche Bestätigung des Reichsstadtcharakters und der Stadtmauer.

1298

Die Verwaltung der Stadt wird von Bürgermeistern und Räten getragen.

1308

Beginn des Eingliederungsprozesses in den wettinisch-meißnischen Territorialstaat durch Ausstellung eines Schutzbriefes des wettinischen Markgrafen für die Stadt.

1324

Eingliederung in die wettinische Landesherrschaft.

1333

Großer Stadtbrand.

1334

Der Markgraf bestätigt der Stadt das Meilenrecht, was auf die Existenz von sechs Innungen schließt; in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts werden es sieben (Schneider, Fleischer, Schmiede, Bäcker, Schuster, Leineweber und Tuchmacher).

um 1345

Auseinandersetzungen zwischen Rat und Bürgerschaft

1357

Einrichtung einer Landesbleiche in Chemnitz. Dieses markgräfliche Privileg wird von höchster Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, es gilt als "Geburtsurkunde" der Chemnitzer Textilherstellung.

1379/1389/
1395

Große Stadtbrände.

1402

Wesentliche Stadterweiterung durch Aufkauf von Klosterdörfern.

1423

Kurfürst Friedrich verkauft der Stadt die hohe und niedere Gerichtsbarkeit und den Zoll.

1470/1471

Beginn der Metallindustrie durch Errichtung von Saigerhütten und Kupferhammer.

1485

Päpstliche Genehmigung für die Stiftung des Franziskanerklosters.

1486

Bau eines neuen steinernen Schulgebäudes hinter der Jakobikirche.

1496-1498

Errichtung eines Rathauses am Marktplatz und Vollendung des Turmes mit Uhr.

1499-1500

Errichtung eines dreistöckigen Gewandhauses.

1495-1521

Umbau der Benediktinerkirche und Bau des Abtsgebäudes.

1531-1555

Dr. Gregorius Agricola in Chemnitz: Der bedeutende Universalgelehrte übernimmt 1546 auf Anordnung des Herzogs Moritz von Sachsen das Amt des Bürgermeisters, genau wie in den Jahren 1547, 1551 und 1553.

1539

Beginn der Kirchenreformation in Chemnitz.

1546

Umwandlung des Benediktinerklosters in ein kurfürstliches Schloss und des Klostergebietes in ein kurfürstliches Amt.

1610

Chemnitz zählt ca. 5.500 Einwohner.

1631

Großer Stadtbrand.

1632

Chemnitz wird vom Dreißigjährigen Krieg in Mitleidenschaft gezogen.

1698

Der Rat hat die Schulden aus dem großen Krieg getilgt, der Wiederaufbau ist aber noch nicht abgeschlossen.

1700

Die Stadt zählt ca. 5.000 Einwohner.

1706/1707

Während des Nordischen Krieges erhält Chemnitz eine dänische Besetzung; danach wechselnde Besetzung durch schwedische, russische und sächsische Truppen. Die Kontributionen betragen 44.000 Taler.

1748

Geburt des Dirigenten, Organisten und Beethovenlehrers Christian Gottlieb Neefe.

1756

Einweihung der neuen Johanniskirche auf dem Gelände des früheren Franziskanerklosters.

1756-1763

Chemnitz wird im Siebenjährigen Krieg von preußischen Truppen besetzt.

1770/1771

Beginn der manufakturmäßigen Kattundruckerei.

1771/1772

Teuerung und Hungersnot fordern in Chemnitz 2.000 Todesopfer.

1799/1800

Errichtung erster Baumwollspinnereien (1799 Gebrüder Bernhard in Harthau, 1800 Wöhler und Lange an der Stadtgrenze nach Furth). Damit begann in Chemnitz die industrielle Revolution, die Stadt entwickelt sich zur 1. Fabrik- und 2. Handelsstadt in Sachsen.

1800

Die erste Chemnitzer Zeitung erscheint seit 4. Januar unter dem Titel "Chemnitzer Anzeiger".

1801

Die Stadt zählt fast 11.000 Einwohner.

1811

Etablierung des Maschinenbaus in Chemnitz.

1813

Gefecht in Hilbersdorf zwischen Franzosen und verbündeten Österreichern und Russen am Vorabend der Völkerschlacht bei Leipzig.

1831

Erste Stadtverordnetenwahl und Ende der alten Ratsfassung. Einweihung der ersten Bürgerschule.

1833

Bildung einer städtischen Kapelle.

1835

In der Maschinenbauanstalt von Julius Borchert wird in Chemnitz die erste Dampfmaschine gebaut.

1836

Gründung der Königlichen Gewerbeschule - Vorläufer der heutigen Technischen Universität.

1837

Gründung des Maschinenbauunternehmens Richard Hartmann.

1838

Einweihung des Stadttheaters (über 900 Plätze) auf der Theaterstraße.

1839

Eröffnung der Stadtsparkasse im Rathausgebäude.

1844

Eingemeindung des Vorortes Niklasgasse.

1848

Fertigstellung der ersten Lokomotive in der Firma Hartmann.

1852

Eröffnung der Eisenbahnstrecke Chemnitz - Riesa.

1853

Einweihung des Stadtkrankenhauses an der Zschopauer Straße (130 Betten).

1854

Erstmalige Beleuchtung eines Teiles der Stadt mit Gaslicht.
Eröffnung des neuen Bahnhofsgebäudes.

1856

Lieferung des 1000. mechanischen Webstuhls der Firma Schönherr.

1858

Die Firma Hartmann liefert die 100. Lokomotive.

1859

Einweihung des neuen Postgebäudes am alten Chemnitzer Tor.
Inbetriebnahme der Chemnitzer Aktienspinnerei am Schillerplatz (60000 Spindeln).

1860

Erwerb des Schlossteiches und des umliegenden Geländes durch die Stadt sowie Gestaltung als Park und Erholungsstätte.

1862

Gründung der Handels- und Gewerbekammer.

1867

Abschluss des Baus der Villa Zimmermann.

1869

Im Haus des Vereins "Kunsthütte" wird am 2. Juli die Chemnitzer Stadtbibliothek gegründet.

1871

Chemnitz zählt über 68.000 Einwohner.
Erste Ausgabe der Zeitung "Chemnitzer Freie Presse".

1872

Einweihung des neuen Gebäudes des Königlichen Gymnasiums.

1874

Eröffnung des Städtischen Friedhofes an der Reichenhainer Straße.

1877

Eröffnung des neuen Gebäudes der Technischen Staatslehranstalten am Schillerplatz.

1880

Die Straßenbahn nimmt als Pferdebahn zwischen Hauptbahnhof und Nicolaibrücke den Betrieb auf.
Eingemeindung des Vorortes Schloßchemnitz.

1883

Chemnitz zählt 103.000 Einwohner und ist damit Großstadt.
Einweihung des Städtischen Schlacht- und Viehhofes.

1884

Karl Schmidt-Rottluff wird in der Vorortgemeinde Rottluff geboren.

1886

Errichtung des Stadtparks.

1888

Weihe der St. Petrikirche am Neustädter Markt/Schillerplatz.

1890

Chemnitz zählt über 136.000 Einwohner.

1891

Eröffnung der Markthalle.

1893

Inbetriebnahme der Einsiedler Talsperre zur Trinkwasserversorgung der Stadt.
Fahrt der ersten elektrischen Straßenbahn.
Einweihung des Saxoniabrunnens auf dem Roßmarkt.

1894

Das städtische Elektrizitätswerk geht in Betrieb.
Eingemeindung von Altchemnitz.

1895

Weihe der St. Markuskirche.

1899

Eröffnung der Zeißigwaldschänke.
Einzug der Dresdner Bank in das Gebäude der Börse am Beckerplatz.

1900

Chemnitz zählt über 200.000 Einwohner.
Eingemeindungen von Gablenz, Kappel und Altendorf.

1902

Eröffnung des Centraltheaters an der Zwickauer Straße.

1904

Eingemeindung von Hilbersdorf.

1906

Einweihung der ersten sächsischen Feuerbestattungsanlage an der Reichenhainer Straße.

1907

Eingemeindung von Bernsdorf.

1908

Weihe der Lutherkirche.

1909

Einweihung des König-Albert-Museums und des Neuen Stadttheaters (ab 1925 Opernhaus).
Eingemeindung von Helbersdorf.

1911

Eröffnung des neuen Rathauses am Markt.

1912

Chemnitz zählt 308.000 Einwohner.

1913

Eröffnung des Kaufhauses Tietz an der Poststraße.
Eingemeindungen von Borna und Furth.

1914

Abschluss der Überwölbung des Chemnitzflusses am ehemaligen Nikolaitor (heute Falkeplatz).
Eingemeindung des "Schnellen Marktes" von Ebersdorf.

1916

Inbetriebnahme der Kläranlage Heinersdorf.

1918

Einweihung der Königlichen Frauenklinik in Altendorf mit insgesamt 377 Betten.

1919

Eingemeindung von Ebersdorf und Markersdorf.
Erste allgemeine, freie, direkte und geheime Wahl eines Chemnitzer Stadtparlaments.

1922

Eingemeindung von Heinersdorf. Eingemeindung von Reichenbrand in die Stadt Siegmar.

1925

Wiedereröffnung des Alten Stadttheaters als Schauspielhaus.

1926

Eingemeindung von Rottluff.
Entstehung des Flugplatzes an der Stollberger Straße.
Fertigstellung des Gebäudes der Deutschen Bank.

1927

Umbenennung des alten Johannisfriedhofes in Karl-Marx-Platz.

1928

Einweihung der Industrieschule am Karl-Marx-Platz.

1929

Eingemeindung von Reichenhain.

1930

Die Stadt erreicht mit über 360.000 Einwohnern ihre bislang höchste Einwohnerzahl.
Einweihung des Realgymnasiums am Karl-Marx-Platz.
Fertigstellung des Hotels "Chemnitzer Hof", des Kaufhauses Schocken und der Stadtsparkasse am Falkeplatz.

1931

Eröffnung des Schlossbergmuseums auf dem Gelände des ehemaligen Benediktinerklosters.

1933

Mit Machtübernahme der NSDAP am 30. Januar beginnt auch in Chemnitz eine intensiv betriebene Verleumdungskampagne und der nationalsozialistische Terror gegenüber Antifaschisten.
Inbetriebnahme der größten Trinkwassertalsperre Sachsens - der Saidenbachtalsperre - zur Versorgung der Stadt.

1935

Eröffnung des Stadtbades an der Mühlenstraße.

1936

Eröffnung der Autobahnteilstrecke Chemnitz - Hohenstein-Ernstthal.

1938

Einweihung der Großkampfbahn an der Reichenhainer Straße, 7.0000 Zuschauer erleben das Fußballänderspiel Deutschland - Polen (4:1).
Die faschistische Barbarei äußert sich in der Pogromnacht (9. November) durch Zerstörung der Synagoge am Stephansplatz mittels bewusster Brandlegung, Plünderung jüdischer Kaufhäuser und grausame Ermordung eines jüdischen Bürgers.

1944

Am 31. August findet die vorläufig letzte Aufführung im Opernhaus statt.

1945

Schwere Zerstörung der Stadt am 5. März durch alliierte Luftangriffe. 80 % der Innenstadt werden zerstört, ca. 4.000 Menschen finden den Tod.
Der 22-jährige Kanadier Jean-Maurice D’Avril (Funker und Bordschütze bei der Royal Canadian Air Force) gerät in Kriegsgefangenschaft, obwohl er sich mit dem Fallschirm retten konnte, nachdem sein Flugzeug nach dem Abwurf der Bomben auf Chemnitz am 5. März abgeschossen wurde. Er wird noch am selben Tag in die Kaserne nach Frankenberg gebracht. Bei einem anschließenden Transport von der Kaserne zum Bahnhof lauern ihm 4 Zivilisten auf und prügeln ihn mit Knüppeln zu Tode. Die Soldaten der Wehrmacht, die ihn begleiten, greifen nicht ein und fordern vorbeilaufende Passanten zum Weitergehen auf. Nachdem er in Frankenberg trotz vorhandener Identifikationsmarke anonym bestattet wurde, konnte er erst 1948 im Rahmen der Kriegsgräberzusammenführung identifiziert werden und wurde am 8. Dezember des gleichen Jahres auf den Commonwealth Soldatenfriedhof in Berlin überführt und dort im Grab Nr. 13. C. 7. entgültig beigesetzt.

1946

In der Ratssitzung am 25. September wird im Gedenken an die antifaschistischen Opfer aller Nationen der Straßenzug vom Neumarkt bis zur Wilhelmstraße in "Straße der Nationen" umbenannt.

1947

Wiedereröffnung der großen Schwimmhalle im Stadtbad.
Als Theater sind eingerichtet: Marmorpalast, Adventshaus und Festsaal des Altersheimes Rembrandtstraße.

1948

Beginn des Exports im VEB Spinnereimaschinenbau.

1950

Eingemeindung von Siegmar, Schönau, Rabenstein, Adelsberg, Harthau, Glösa und Erfenschlag.
Abschluss des Wiederaufbaus des Alten Rathauses und Einweihung einer Radrennbahn.
Durch Lohnerhöhungen im August beträgt das durchschnittliche monatliche Arbeitseinkommen 311,- Mark.
Die Bockwurst kann jetzt für 1,88 Mark (ehemals 6,- Mark) gekauft werden.

1950/1951

Errichtung der ersten Wohnhäuser im Gewölbebauverfahren an der Zschopauer Straße/Ecke Moritzstraße.

1951

Wiedereröffnung des Opernhauses und Einweihung des Puppentheaters im Gebäude der ehemaligen Aktienspinnerei.
Umbenennung des "Wanderer-Fräsmaschinenbau" in Fräsmaschinenwerk "Fritz Heckert", des Falkeplatzes in Fritz-Heckert-Platz und der Josephinenschule in Fritz-Heckert-Schule.

1952

Bildung des Bezirkes Chemnitz mit der Bezirksstadt Chemnitz laut "Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der Deutschen Demokratischen Republik". Bildung der ersten Zehnklassenschule (Humboldtschule).
Gründung der ersten LPG in der Stadt mit dem Namen "Theodor Körner".

1953

Administrative Umbenennung der Stadt in "Karl-Marx-Stadt" am 10. Mai.
Verschiedene Arbeitsniederlegungen am 17. Juni und heftige Bürgerproteste auch in Karl-Marx-Stadt. Aktiver Widerstand gegen die bestehende Ordnung wird durch von der SED-Führungorganisierten "Agitatorenkollektive" und "Einsatztrupps" im Keime erstickt.

1954

Extrem starke Niederschläge führen im Juli zu Überschwemmungen im Stadtgebiet; alle Brücken über die Chemnitz, außer der Brücke Kaßbergauffahrt, werden überflutet. Am 10. Juli erreicht der Chemnitzfluss einen Hochwasserstand von 3,85 m

1955

Konstituierung der PGH Elektromaschinenbau-Handwerk "Dynamo" als erste im Stadtgebiet.

1956

Gründung des Sportclubs Motor Karl-Marx-Stadt.
Einführung des Gütertaxenverkehr durch den VEB Spedition.

1957

Übergabe des Neubaus der Hochschule für Maschinenbau an der Kurt-Fischer-Straße.
Einführung der 45-Stunden-Arbeitswoche für die Beschäftigten im Maschinen- und Schwermaschinenbau und im Jahresverlauf für weitere Industriezweige.

1958

Beginn der jährlichen Reihen-Röntgenuntersuchungen.
Wiedereröffnung des Carola-Hotels.
Einweihung des Kunsteisstadions am Küchwald.
Abschaffung der Lebensmittelkarten.

1959

Inbetriebnahme der ersten Trinkwasser-Fluoridierungsanlage.
Grundsteinlegung für das Heizkraftwerk Nord.

1960

Einsatz erster Breitspurwagen der Straßenbahnlinie 5 auf der Strecke Harthau-Uhlestraße.

1961

Vereinbarung einer Städtepartnerschaft mit Tampere (Finnland).

1962

Eröffnung des Hotel "Moskau" (heute: Hotel an der Oper).

1963

Eröffnung der Freilichtbühne im Küchwald.
Das Warenhaus "Centrum" an der Poststraße wird eröffnet.
Errichtung des Heimattierparks an der Pelzmühle.
Gründung des Sportclubs Karl-Marx-Stadt (SCK).
Die Hochschule für Maschinenbau erhält den Status einer Technischen Hochschule.

1964

Teilfertigstellung der Straße der Nationen zwischen Brücken- und Bahnhofstraße mit Wohnhäusern und Geschäften.
Beginn der Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Karl-Marx-Stadt - Dresden.

1965

800-Jahrfeier der Stadt entsprechend dem historischen Forschungsstand.
Eröffnung der Eissporthalle.

1966

Grundsteinlegung für das Wohngebiet an der Geibelstraße (zwischenzeitlich Hans-Beimler-Straße).
Erste arbeitsfreie Sonnabende an jedem zweiten Wochenende.
Chemnitz geht eine Städtepartnerschaft mit Ljubljana (damals: Jugoslawien, heute: Slowenien).

1967

Eröffnung der Hauptpost an der Straße der Nationen.
Inbetriebnahme der Zentralhaltestelle.
Titelgewinn des Fußballclubs Karl-Marx-Stadt in der Deutschen Meisterschaft der DDR.
Einführung der 5-Tage-Arbeitswoche.
Vereinbarung einer Städtepartnerschaft mit Arras (Frankreich).

1968

Übergabe des neuen Omnibusbahnhofs am Schillerplatz.
Chemnitz geht eine Städtepartnerschaft mit Timbuktu (Mali).

1970

Fertigstellung des Neubaugebietes "Hans Beimler".
Vereinbarung einer Städtepartnerschaft mit Ústí nad Labem (damals Tschechoslowakei, heute: Tschechische Republik).

1971

Übergabe des Hauses der Staatsorgane und Einweihung des Karl-Marx-Monuments.

1973

Übergabe des Wildgatters Oberrabenstein.
Eröffnung einer 400-m-Bahn im Eissportzentrum.

1974

Eröffnung der Stadthalle Karl-Marx-Stadt, Grundsteinlegung für das Wohngebiet "Fritz Heckert".
Übergabe der Kaufhalle Kappel als größte Verkaufseinrichtung des Bezirkes.
Chemnitz geht eine Städtepartnerschaft mit Łódź (Polen) ein.

1975

Grundsteinlegung für ein neues Plattenwerk in der Blankenauer Straße.

1976

Erste Badesaison am Stausee Oberrabenstein und Eröffnung der Sport- und Versorgungseinrichtungen.

1978

Einweihung des handbetriebenen Glockenspiels am Rathausturm.
Eröffnung des Fußgängertunnels an der Zentralhaltestelle.

1980

Einweihung des Brühl-Boulevards.
Eröffnung des Internates für sprachgestörte und schwerhörige Kinder und Jugendliche an der Parkstraße.
Wiedereröffnung des durch einen Brand völlig zerstörten Schauspielhauses am 5. Oktober mit einem Festakt und der Premiere von "Dantons Tod".

1981

Beginn des Rekonstruktionsvorhabens auf dem Sonnenberg.
Übergabe des Neubaus "Bezirkskrankenhaus".
Vereinbarung einer Städtepartnerschaft mit Mulhouse (Frankreich).

1983

Verleihung des Namens "Robert-Schumann-Philharmonie" an das Städtische Orchester.
Chemnitz geht eine Städtepartnerschaft mit Manchester (Vereinigtes Königreich) ein.
Eröffnung des rekonstruierten Stadtbades.

1984

Übergabe der Sporthalle an der Schlossstraße.
Einführung des Omnibusbetriebs auf der bisherigen Schmalspur-Straßenbahnlinie 8 zum Kaßberg.

1985

Grundsteinlegung für das Institut für Mechanik der Akademie der Wissenschaften der DDR an der Reichenhainer Straße.

1986

Die Technische Hochschule erhält den Status einer Technischen Universität.
Montage der vorgefertigten Turmhaube auf dem Hohen Turm des Rathauses.

1987

Fertigstellung der 50.000sten Werkzeugmaschine im Fritz-Heckert-Werk seit 1946.
Wiedereröffnung des Filmtheaters "Welt-Echo".

1988

Einstellung des Fahrbetriebes der letzten Schmalspur-Straßenbahn auf der Linie 3 nach Rottluff und Einsatz von Gelenkomnibussen.
Vereinbarung von Städtepartnerschaften mit Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) und Wolgograd (damals: Sowjetunion, heute: Russland).

1989

Gewaltfreie Demonstrationen zehntausender Chemnitzer.
Zulassung der Bürgerbewegung "Neues Forum" und Konstituierung des Runden Tisches.

1990

Wahl eines neuen Stadtparlaments im Ergebnis der ersten demokratischen Kommunalwahl seit 1946 am 6. Mai.
Wahl des Oberbürgermeisters Dr. Dieter Noll (CDU).
Rückbenennung der Stadt in "Chemnitz" als Ergebnis einer Bürgerbefragung.

1991

Wahl des Oberbürgermeisters Dr. Joachim Pilz (CDU).
Montage des kupfernen Turmes auf dem Ostteil des Museums am Theaterplatz.

1992

Wiedereröffnung des Opernhauses nachvierjähriger Rekonstruktion.
Inbetriebnahme der ersten kommunal betriebenen Tiefgarage in den neuen Bundesländern unter dem Theaterplatz.
Teileröffnung des größten sächsischen Einkaufscenters, des "Chemnitz Centers", an der nördlichen Stadtgrenze.

1993

Wahl des Oberbürgermeisters Dr. Peter Seifert (SPD) durch das Stadtparlament.
Ende der Versorgung mit Stadtgas und Umstellung auf Erdgas.
Abmarsch der letzten von ehemals 4.000 in der Stadt stationierten russischen Soldaten.

1994

Eingemeindung von Euba am 25. März in die Stadt Chemnitz.
Bei der ersten Direktwahl des Oberbürgermeisters durch die Chemnitzer Bürger erhielt Dr. Peter Seifert (SPD) die absolute Mehrheit 73% der Stimmen im ersten Wahlgang.
Herausgabe des ersten Chemnitzer Adressbuches nach 50 Jahren.
Eröffnung des Einkaufzentrums Neefe-Park.

1995

Einweihung eines Denkmals am Gebäude der Alten Post zur Erinnerung an die Bombardierung der Stadt am 5. März 1945 sowie der rekonstruierten Feierhalle des Krematoriums.
Eröffnung der Markthalle, des Schlossbergmuseums mit neuer stadtgeschichtlicher Ausstellung und des Bürgerverwaltungszentrums "Peretz-Haus".

1996

Grundlegender Beschluss des Stadtrates zur Bebauung der Innenstadt.
Eröffnung des Bildungs- und Technologiezentrums der Handwerkskammer, des Vivariums im Tierpark und des Cine-Star Luxor-Filmpalastes.

1997

Es werden Einsiedel, Klaffenbach und Kleinolbersdorf-Altenhain eingemeindet.
Chemnitz geht eine Städtepartnerschaft mit Akron (Ohio/USA) ein.
Das Einkaufszentrum "Sachsen-Allee" sowie das neugebaute Technische Rathaus wird eröffnet.

1998

Baubeginn für das innerstädtische Einkaufszentrum Galerie "Roter Turm".
Einweihung der neuen Sparkasse am Moritzhof.
Bau des Zentralklärwerkes Chemnitz-Heinersdorf und des neuen Hörsaals der TU Chemnitz an der Reichenhainer Straße.

1999

Eingemeindung von Röhrsdorf, Grüna, Wittgensdorf und Mittelbach.
Vereinbarung einer Städtepartnerschaft mit Taiyuan (China).
Eröffnung des Einkaufszentrums "Vita-Center" im Wohngebiet Fritz-Heckert.
Deutschsprachige Uraufführung der Oper "Der Weg der Verheißung" von Kurt Weill am Chemnitzer Opernhaus.

2000

750-Jahrfeier des Ortsteils Euba.
Eröffnung des innerstädtischen Einkaufszentrums Galerie "Roter Turm".
Ein Airbus A321-200 (Kennzeichen: D-AISD) der Lufthansa wird auf den Namen "Chemnitz" getauft.

2001

Eröffnung der Galeria Kaufhof als modernstes Kaufhaus Europas.
Oberbürgermeister Dr. Peter Seifert (SPD) wird wiedergewählt.
Die restaurierte Jugendstilvilla Esche wird als Museum eröffnet.
Der Schriftsteller Stefan Heym wird Ehrenbürger.

2002

Einweihung der neuen jüdischen Synagoge an der Stollberger Straße am 24. Mai. Die alte Chemnitzer Synagoge am Stephanplatz wurde in der Pogromnacht vom 9. zum 10. November 1938, ebenso wie 2.000 andere jüdische Gotteshäuser in Deutschland, von den Nationalsozialisten in Brand gesetzt und zerstört. Damit gibt es nach über 60 Jahren wieder eine jüdische Synagoge in Chemnitz.
Inbetriebnahme des neuen Figürlichen Glockenspiels im Turm des Alten Rathauses.
Jungfernfahrt der City-Bahn (Chemnitz-Stollberg) auf gleicher Spurbreite von Straßen- und Eisenbahnnetz ("Chemnitzer Modell").
Eröffnung der Ausstellung "Picasso et les femmes" in den Kunstsammlungen Chemnitz am 22. Oktober.

2003

Mehr als 120.000 Menschen besuchen die Ausstellung "Picasso et les Femmes" in den Kunstsammlungen Chemnitz.
Eröffnung des neuen Industriemuseums an der Zwickauer Straße und der Chemnitz Arena (Messe Chemnitz).
Einweihung der Rathauspassage und des Modehauses Peek & Cloppenburg.
Der Innere Stadtring wird für den Verkehr freigegeben.

2004

Eröffnung des Kulturkaufhauses "DAStietz". Das Gebäude beherbergt die Neue Sächsische Galerie, das Museum für Naturkunde, die Volkshochschule und die Stadtbibliothek.
Der 2. Abschnitt der Rathauspassage wird übergeben.
750-Jahrfeiern der Jakobikirche sowie der Stadtteile Einsiedel und Wittgensdorf.

2005

Ein weiterer Abschnitt des Südverbundes wird freigegeben.
Der Fernsehsender "The History Channel" verleiht Chemnitz den Titel "Stadt der Wiedervereinigung".

2006

Wahl von Barbara Ludwig (SPD) zur neuen Oberbürgermeisterin. Jedoch durch die Klage eines Kandidaten, der für die DSU bei der Wahl antreten wollte, gegen seine Nichtzulassung zur Wahl konnte Barbara Ludwig (SPD) das Amt der Oberbürgermeisterin lediglich als sogenannte Amtsverweserin antreten (nach einer Wahl im Chemnitzer Stadtrat am 13. September). Sie durfte damit alle Rechte und Pflichten, sowie den Titel der Oberbürgermeisterin führen, jedoch nicht ihr Stimmrecht im Stadtrat ausüben.
Chemnitz wird am 24. Oktober, während der Immobilienmesse EXPO REAL in München, der 2. Preis im DIFA-AWARD 2006 (Wahl zum besten europäischen Quartier) für die "Neue Mitte" verliehen.

2007

Entgültige Zurückweisung der Klage des Kandidaten der DSU gegen die Nichtzulassung zur Oberbürgermeisterwahl durch das Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen am 31. Mai. Die Feierliche Vereidigung von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) erfolgt durch Dr. Eberhard Langer (DIE LINKE) am 18. Juli.
Am 28. Oktober wird in den Kunstsammlungen Chemnitz die weltweit erste Ausstellung mit Gemälden des Musikers Bob Dylan eröffnet.
Im Beisein von Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler (CDU), dem sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Georg Milbradt (CDU) und der Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) erfolgt am 1. Dezember die Eröffnung des Museums Gunzenhauser im ehemaligen Sparkassengebäude am Falkeplatz, welches zuvor eigens für diesen Zweck rekonstruiert und umgebaut wurde. Es beherbergt die private Kunstsammlung von Dr. Alfred Gunzenhauser, eine der größten deutschen privaten Kunstsammlungen mit Werken des 20. Jahrhunderts. Gezeigt werden ca. 2.500 Kunstobjekte des deutschen Expressionismus.



© Stefan Fröhlich

Ein Service von Stefan.ac - Die Service-Welt

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